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Die Fehler des Milliardärs Buffett in der Finanzkrise

Als alter Hase in der Investmentbranche hat der Milliardär Warren Buffett im Grunde in den letzten vier Jahre Jahrzehnten fast immer alles richtig gemacht. Anders kann man die Fakten wohl kaum einschätzen. Innerhalb seiner aktiven Karriere gelang Buffett das, was nur den wenigsten Menschen vergönnt ist. Aus einst 100 000 Dollar machte er ein ansehnliches Vermögen mit über 20 Milliarden US-Dollar. Doch das Krisenjahr hat auch dem amerikanischen Finanzjongleur gezeigt, dass selbst die echten Profis nicht vor unberechenbaren Entwicklungen des Marktes und der aufgeblasenen Branchen gefeit sind.

Sicher, Buffett schmerzt ein Verlust weniger stark als die Anleger, deren Altersvorsorge sich nach Fehlberatung und schlechten Investitionsentscheidungen in Luft auflösten. Doch allein Buffetts Investmentfirma Berkshire Hathaway – sonst immer ein Garant für Gewinne wie am Fließband – verlor in den von Hiobsbotschaften gekennzeichneten Monaten des Jahres 2008 mehr als 9,5 Prozent an Wert. Verglichen mit dem Dow Jones Einbruch im Umfang von satten 34 Prozent scheinbar harmlos. Und auch die Tatsache, dass manches Unternehmen im Index sogar neun Zehntel des bisherigen Kurses einbüßte, mag Berkshire in der Relation gut dastehen lassen.

Unterm Strich ist 2008 aber für Buffett und seine Aktionäre bei Berkshire Hathaway das schlechteste Ergebnis seit Bestehen des Unternehmens. Nicht einmal nach den Anschlägen des 11.Septembers gab der Kurs so stark nach. Nach Jahresgewinn beläuft sich nun nur noch auf etwa fünf Milliarden Euro. Buffetts Eingeständnisse, er habe in vergangenen Monaten insbesondere auch beim Ölkurs einigen Fehleinschätzungen unterlegen, sind bei solch hohen Verlusten wohl nur ein schwacher Trost.

Ebenso seine Investitionen in irische Banken, die sich als schlecht erwiesen und hohe Abschreibungen nach sich zogen. Abgerundet werden die Misserfolge des Milliardärs durch seine Nachfinanzierungen für Goldman Sachs und General Electric. Ein schwacher Trost und Erkenntnis zugleich sind die Irrtümer des 78-jährigen Finanzexperten mit dem sonst so einmalig guten Riecher dennoch für die Anleger. Denn was zeigen die Verluste Buffetts? Ganz so einfach ist es dann doch nicht, sein Geld an der nach wie vor unberechenbaren Börse zu verdienen. Auch wenn viele Anlageprofis dies lange nicht wahrhaben wollten.

 Autor: www.geld-themen.de

 
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